C.A.R. presents open-air Eintritt frei
Kraut am Ebertplatz

Der Kölner Ebertplatz ist seit einigen Jahren Gegenstand intensiver stadtpolitischer Diskussionen. Um zur kulturellen Bereicherung des Ortes beizutragen, veranstaltet die Band C.A.R. im Sommer 2019 dort eine monatlich stattfindende Open-Air-Konzertreihe namens „Kraut am Ebertplatz“ mit freiem Eintritt.

Dabei soll nicht nur der öffentliche Raum auf unkonventionelle Weise genutzt werden, sondern auch Interesse geweckt werden für das noch junge Genre des Krautjazz, dessen Protagonisten sich zwischen den musikalischen Polen von Jazz, Elektronik, Pop- und Experimentalmusik aufhalten.

Programmatisch wird die Waage gehalten zwischen lokalen, nationalen und internationalen Gästen. Gemeinsamer Nenner ist der Wille, Genre-Konventionen auszuloten und zu sprengen, ausgetretene Wege zu verlassen, um im Terrain zwischen den Stühlen interessante neue Gewächse zu entdecken.

13.6. Donnerstag, 18.00 Uhr

SALOMEA

SALOMEA bezieht Einflüsse aus dem Mainstream, kombiniert sie mit der Freiheit von Improvisation und rahmt diese schließlich in recht komplexe, kompositorische Strukturen ein. In konstanter Entwicklung mit ihren langjährigen Bandkollegen Yannis Anft (keys), Oliver Lutz (bass) und Leif Berger (drums) erfindet die Deutsch-Amerikanerin Rebekka Salomea Songs am Zahn der Zeit mit exzentrischen Beats, geformt aus Elektronik, Live-Effekten und facettenreichen Vocals.

So haben sich SALOMEA eine eigensinnige Klangsprache erarbeitet, die sie, über die fünf Jahre ihres bisherigen Bestehens, katapultiert hat, an die vorderste Front der popularmusikalischen Avantgarde.

Momentan arbeiten sie zusammen mit Alban Winter Triggerboy am nächsten Album, welches Ende 2019 erscheinen soll.

Rebekka Salomea
Stimme

Yannis Anft
Keys

Oliver Lutz
Bass

Leif Berger
Schlagzeug

salomea.org

Oxana & Florian

Oxana und Florian spielen auf analogen Orgeln und Synthesizern. In der stilistischen Nische zwischen akademischer Elektronik und experimentellem Krautrock oszilliert ihre Musik zwischen Vertrautem und Verborgenem, Gefundenem und Geformtem.

In Weissrußland geboren, absolvierte Oxana Omelchuk ihr Magisterstudium im Fach Komposition bei Prof. Johannes Fritsch und Studium im Fach Elektronische Komposition bei Prof. Michael Beil. Als Komponisten hatte sie Uraufführungen bei vielbeachteten Festivals und erhielt Aufträge u.a. vom Deutschen Musikrat, WDR, Kunststiftung NRW, ON Neue Musik Köln, Festival Acht Brücken, Südwestrundfunk.

Florian Zwissler studierte Elektronische Komposition am ICEM (Institut für Computermusik und elektronische Medien) der Folkwang-Hochschule Essen. Er war Mitarbeiter der Redaktion für Neue Musik des WDR Köln, Mitveranstalter des Festivals "Computing Music IV" und ist Autor für die Musikfachmagazine "Sound&Recording" sowie "Keyboards".

Oxana Omelchuk
Orgeln und Synthesizer

Florian Zwißler
Orgeln und Synthesizer

oxanaomelchuk.com

florianzwissler.de

20.7. Samstag, 21 Uhr

Sommerfest der Kunstvereine

C.A.R. feat. Damo Suzuki

Wenn einem auf der Suche nach passenden Genrebezeichnungen erstmal die richtigen Worte fehlen, ist man oft bei spannender Musik angelangt. „Kraut-Jazz“, „Psychedelic Jazz“, „Trip Music“ sind Begriffe, die Mitglieder der Kölner Band C.A.R. auf Nachfrage schulterzuckend murmeln. Man tut sich mit solchen Genre-Schubladen schwer, weil es eben so wenig vergleichbares gibt. Und auch weil die drei musikalischen Pole des Jazz, Rock und Electronica, zwischen denen sich die Band ihre Pfade bahnt, in ihren verschiedenen Begriffskombinationen Assoziationen hervorrufen, die nun mal so gar nicht passen wollen. Jazz-Rock, Fusion, Nu Jazz? Ne, ne, ne.

Aber beschäftigen wir uns nicht weiter mit negativen Abgrenzungen, sondern mit dem, was da ist. Vier Musiker mit vier verschiedenen musikalischen Hintergründen, von der freien Impro-Szene bis zum Techno-DJ. Und ein Instrumentarium, bei dem sich das Akustische und Elektronische die Waage hält. Saxophon und Synthesizer, Schlagzeug und Wurlitzer E-Piano, Kontrabass und E-Bass. Aber auch die akustischen Elemente werden oft durch Effektgeräte geschickt, wodurch sie von den synthetischen Sounds kaum noch zu unterscheiden sind und mit ihnen zerfließen.

Fließen ist sowieso ein gutes Wort. Die Musik fließt, entwickelt sich konstant. Die Kompositionen dienen dabei eher als formaler Rahmen, der den Gesamt-Fluss nicht unterbrechen, ihn eher sanft in grobe Bahnen lenken soll. Das zeigt sich besonders bei den Live-Auftritten, wo der Hörer über lange, teils formale, teils improvisierte Bögen vom stetig wandelbaren Bandsound vereinnahmt wird.

Im Rahmen des Sommerfestes der Kunstvereine auf dem Ebertplatz erfüllt sich die Band einen lange gehegten Traum und spielt ein gemeinsames Konzert mit Damo Suzuki, dem Sänger der legendären und stilprägenden Kölner Krautrockband „Can“.

Damo Suzuki
Stimme

Leonhard Huhn
Saxophon, Elektronik

Christian Lorenzen
Wurlitzer, Analog Synth

Kenn Hartwig
Bass

Johannes Klingebiel
Schlagzeug

damosuzuki.com

thisiscar.de

10.08. Samstag, 18 Uhr

Marek Johnson

Seit einigen Jahren ist David Helm als Bassist in verschiedenen Bandprojekten aktiv. In der Rolle als Songwriter, Gitarrist und Frontmann des Trios Marek Johnson setzt er jetzt ganz neue Impulse – an seiner Seite die langjährigen Weggefährten Dominik Mahnig (Schlagzeug) und Thomas Sauerborn (Bass). Mit bissig-melancholischem Indie-Pop der feinsten Sorte und sehr persönlichen Tönen erfinden sich die drei musikalisch neu, ohne ihren künstlerischen Hintergrund zu verleugnen. Helms Gesang vermittelt einen ganz eigenen, sanften Soul, seine Texte haben noch zwischen den Zeilen viel zu sagen. Die vier Songs der Debüt-EP „Stay Low“ sind komplex, intim, gesellschaftskritisch – und bleiben im Gedächtnis. Intelligente Popmusik, die aus dem Herzen spricht.

David Helm
Gesang, Gitarre

Dominik Mahnig
Schlagzeug

Thomas Sauerborn
Bass

davidhelm.net/marek-johnson/

Spiritczualic Enhancement Center

Das Spiritczualic Enhancement Center ist eine außernationale musikalische Karawane, die durch die Welten des free-beat mäandert, einem endlosen Kreise gleich, dessen Mittelpunkt überall und dessen Umfang nirgendwo ist. Mit mannigfaltigen eklektischen Zutaten wird eine alchemistische Suppe gekocht, die nach atavistischem Futurismus-Jazz und Frequenzmeditation schmeckt. Anhand von in Echtzeit gemalten Projektionen werden Welten erschaffen und zum Leben erweckt, Räume in Tempel der Spontaneität verwandelt und die Reiche des Synkretismus erforscht. Obgleich sie Klanglandschaften kreieren, die Einblicke in synchronistische Magie gewähren, verbleiben die bizarren Teilnehmer dieses Ensembles agnostisch: Haben wir es hier mit Zauberern oder bloßen Hochstaplern zu tun?

Ihr 2018 erschienenes Debutalbum „Who Corrupted Our Wave, Back in 1969“ wurde vom Musikmagazin „The Attic“ in deren Jahresbestenliste aufgenommen. Diesen Sommer werden zwei weitere live aufgenommene Alben folgen.

Nicolas Sheikholeslami
Shirzad Sheikholeslami
Omri Shmulewitz
Carl Hoffmann
Alex Jovanovic
Yael Lavie

enhancement.center

05.09. Donnerstag, 18 Uhr

Contrast Trio

Jazz trifft auf Elektronik trifft auf Folklore – für sein drittes Album reiste das Piano-Trio nach Kiew, um dort mit einem ukrainischem Chor aufzunehmen. Die Band, die als jüngster Preisträger in der Geschichte 2016 den Hessischen Jazzpreis bekam, hat in zehn Tagen Eigenproduktion ein Album kreiert, das trotz unterschiedlichster Einflüsse ein homogenes, perfekt durchhörbares Werk geworden ist.

Das Klavier ist für die Frankfurter eher Percussions- als Melodie-Instrument. Kaum einmal ist auf „Letila Zozulya“ ein klassisches Jazz-Piano zu hören. Stattdessen: gezupfte Klaviersaiten, sphärische Vocals, trockene Drumbeats und sogar Disco-Handclaps.

Das Contrast Trio verbindet Jazz, ukrainische Folklore, House und sogar Pop. Eine zwingende Mischung, die es bei aller Eingängigkeit niemandem allzu leicht macht.

Yuriy Sych
Piano, Synthesizer

Tim Roth
Bass, Sound Effekte

Jan Philipp
Schagzeug, Samples, Perkussion

contrasttrio.de

The New Bauhaus Quartet

‚The New Bauhaus Quartet’ ist eine für das Dessauer Bauhaus-Festival zum 100jähigen Jubiläum zusammengestellte Band mit Musikern aus Nord-, Ost- und Mitteleuropa.

Die Kapelle beschwört mit festlich-improvisiertem Gestus die Geister der Vergangenheit. Mit akustischer und elektronischer Klangerzeugung, mit selbstgebastelten Tröten, mit Pauken und Trompeten. Wir bitten Andor Weininger, den genialen Chef-Musikanten der berühmten Bauhauskapelle mit einer serbischen Volksweise zum Tanz. Burmesische Klangplatten locken den Esoteriker Johannes Itten aus seiner Mazdaznan Licht-Sphäre in die Dessauer Zwölfton-Harmonie. Den ungarischen Avantgardisten Laszlo Moholy Nagy konfrontieren wir mit seiner Idee zur ‚mechanischen Exzentrik’, die wir um elektronische Tongestaltung erweitern. Über allem steht die Frage: ‚Wie romantisch kann Maschinenmusik sein?’

Anna Lindblom (Malmö)
Gesang, Klarinette, Klangmagie

Johannes Klingebiel (Berlin)
Schlagwerk, Computer, 1. Maschinist

Tsimafei Birukou (Minsk)
Vibrafon, Perkussion, 2. Maschinist

Jan Tengeler (Köln)
Kontrabass, Akkordeon, Didgeridoo, Tuba-Rezitation

tengeler.eu

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